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 2-3.06.08

 

Lieblich ist der sanfte Zug der nächtlichen Kühle, wenn der Bürger sich zum Niederlegen bereit macht, da der nächste Tag viel zu bringen hat. Wieviele Federn des Uhrwerks des ganzen geschissenen Blödsins da draussen jetzt ihre dreckigen und vom Tag verschwintzen dicken und dünnen, hässlichen und erotischen Körper ins Bett zu legen trachten, vermag ich zwar nicht zu wissen, erahne aber, dass ohne diese fleissigen und zuverlässigen Säulen der Ameisenhöhle Deutschland es auch meinen "morgen" nicht geben würde. Und doch. Was kann es denn zaubrhafteres geben als eine in Stille gehüllte Einsamkeit in düstrem Licht der nacht, das Licht ist dämmrig, die Gedanken schweifen umher und es ist so leicht, eine Reise in die Vergangenheit zu nehmen.

 Nicht selten kann die Wehmut in einer solchen Atmosphäre überfallen, denn nichts vermag abzulenken, nichts stört und zu viel aus dem Inneren bewegt. Und doch! Wie anders ist doch die Nacht! Wieviel scehinbar friedliches Gleichgewicht wiegt sich in dieser Hülle, wieviel Verborgenes und Schleierhaftes verdeckt sich unter dem Mantel des Dunklen. Es kann alles geben, alles sein. Denn obwohl nichts zu sein scheint und alles Leben sich in Morpheus`Arme übergeben hat, ist dann gerade das Treiben des Unwilkommenne am grössten. Und gerade das ist mir willkommen.